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Untersagung - Filmtag "Vergessene Opfer"

Der am 23.5. auf der Universität Wien geplante Filmtag "Vergessene Opfer" wurde aufgrund der Untersagung seitens des Rektorats zeitlich und örtlich verschoben.




Der Filmtag findet nun wie folgt statt:

29. Mai. 2002 - TU Wien, Hauptgebäude (Wiedener Hauptstr. 8-10, 1040 Wien),von 11.00 bis 19 Uhr


Die jüngsten Auseinandersetzungen rund um den allwöchentlichen, jeden Mittwoch stattfindenden, Farbenbummel der deutschen Burschenschaften in der Aula der Universität Wien im Bereich des Siegfriedskopfes, veranlassten das Rektorat der Uni Wien dazu, unseren schon seit längerem geplanten Filmtag im Bereich der Aula der Universität Wien zu untersagen.

Ort und Zeitpunkt der Veranstaltung wurden und werden seitens der Universität als "ungünstig" erachtet..

Bei dem geplanten Filmtag handelte es sich um die geplante Erstaufführung mehrerer Teile der Gesamtreihe im öffentlichen Raum.

Wir nahmen diese Entscheidung seitens des Rektorats unter Protest zu Kenntnis - gleichzeitig möchten wir aber anmerken, dass sich unserer Ansicht nach diese Untersagung seitens des Rektorats geradezu nahtlos in den jahrzehntelangen offiziell üblichen Umgang mit den "vergessenen Opfern" des Nationalsozialismus einreiht: Verschweigen, verdrängen, vertuschen, behindern, ...

Filmtag "Vergessene Opfer"

Aus der gesamten filmischen Reihe "Vergessene Opfer" von Angelika Schuster und Tristan Sindelgruber werden an diesem Tag folgende Teile gezeigt:

Teil 1: Kärntner Slowen/innen 1 - Aussiedlung (104min.) von 11.00 - 12.45
Teil 2: Überleben im Versteck (120min.) von 13.00 - 15.00
Teil 4: Wiener Rom (64min.) von 15.15 - 16.20
Teil 5: Desertion aus der Deutschen Wehrmacht (142min.) von 16.30 - 18.52

Termin: 29. Mai. 2002 - TU Wien, Hauptgebäude (Wiedener Hauptstr. 8-10, 1040 Wien), von 11.00 bis 19 Uhr

Weitere Informationen rund um die filmische Reihe "Vergessene Opfer" finden sich auf unserer homepage unter: http://go.to/standbild

Wir verbleiben mit der Bitte um Weiterleitung dieser Aussendung, Tristan Sindelgruber, Angelika Schuster

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INFORMATION

"Vergessene Opfer" ist eine Videoreihe, in der Menschen, die lange bzw. bis heute nicht von allen zuständigen staatlichen Stellen als Opfer des Nationalsozialismus anerkannt worden sind, ihre Lebensgeschichte erzählen.

Die Reihe bietet erstmals einen Querschnitt durch in der österreichischen Gesellschaft unbekanntere Schicksale und Nachkriegsbiografien von in der NS-Zeit verfolgten Menschen, die jahrzehntelang als "asozial" oder "Landesverräter" stigmatisiert wurden.

Die Interviews brechen nicht mit 1945 ab, sondern führen bis in die Gegenwart.

Der späte Zeitpunkt der Anerkennung bestimmter Opfergruppen und Einzelpersonen als Opfer des Nationalsozialismus geht Hand in Hand mit dem jahrzehntelangen gesellschaftlichen Abwerten und wissenschaftlichen Nichtwahrnehmen(wollen) der betroffenen Menschen.

Im Unterschied zu den meisten einer anerkannten Opfergruppe zugehörigen Überlebenden hatten sie nach der Befreiung Österreichs keine Lobby, die versuchte, sich für ihre Interessen einzusetzen.

Die Erzählungen stehen als Einzelschicksale für sich und repräsentieren gleichzeitig eine Biografie innerhalb der jeweiligen Opfergruppe.

Die Reihe besteht insgesamt aus sieben Interviews:

Teil 1: Kärntner Slowen/innen 1 - Aussiedlung (104min.)
Teil 2: Überleben im Versteck (120min.)
Teil 3: Kärntner Slowen/innen 2 - Partisan/innen (103min.)
Teil 4: Wiener Rom (64min.)
Teil 5: Desertion aus der Deutschen Wehrmacht (142min.)
Teil 6: Homosexualität (58min.)
Teil 7: Kinder- und Jugendfürsorge (176min)

Die Reihe "Vergessene Opfer" wirft letztendlich auch die Frage nach dem heutigen Umgang mit Menschen auf, die von der Gesellschaft sogenannten Randgruppen zugeordnet werden.

2001 - Eine Koproduktion von: Verein "Standbild" & "Schnittpunkt" - Film- & Multimediaproduktion
Kontakt: standbild@gmx.at, schnittpunkt@gmx.at

updated: 27.05.2002 by Koppi
 
 
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